032 – Bürgerliche Frauenbewegung

Gleich zum Start in das neue Podcast-Jahr verspricht uns Solveig eine neue Trilogie! Diesmal stimmen wir uns auf den Frauentag im März ein und schauen auf verschiedene Gruppierungen der Frauenbewegung im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert. Im ersten Teil geht es um die bürgerlichen Frauen und ihren Kampf um Bildung.

Die Frauen werden unterstützt vom sozialistischen Vorkämpfer August Bebel. Der beschwert sich über die hartnäckigen Vorurteile gegenüber Frauen. Denn die meisten Männer sehen das „schwache“ Geschlecht mit den Augen des Aufklärers Johann Ludwig Ewald. Das ist ein aus der Episode über Johanna Haarer bekannter Naturphilosph. Er hielt seinen Zeitgenössinen Vorlesungen darüber, welche Rolle die Natur für sie vorgesehen hat und derer sie sich nicht erwehren sollen.

„Drohende und tobende Weiber“ hatte Ewald vermutlich in der englischen Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft oder der französischen Revolutionärin Olympe de Gouges. Deren Vorstellungen von Frauenrechten stieß seinerzeit auf wenig Verständnis und kostete sie das Leben!

In Deutschland werden Frauen in der Revolution von 1848 politisch sichtbar und eine zentrale Rolle spielte dabei Louise Otto-Peters. Sie wurde später zur Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Dessen Ziel war es vor allem, Frauen Zugang zu höherer Bildung zu verschaffen und die rechtliche Gleichstellung der Frau zu erreichen. Die bürgerlichen Vereinsmitglieder hätten aber ansonsten den naturphilosophischen Äußerungen immer nochzugestimmt – insbesondere was die Mutterschaft betraf.

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