War Kaiser Franz-Joseph ein emotional gestörtes Sex-Biest, das sich nur durch Agression auszudrücken verstand? War die engste Vertraute der Kaiserin Sisi von Österreich tatsächlich eine bayerische Prostituierte? Und ist es möglich, dass der Vater der österreichischen Prinzessin Gisela eigentlich ein ungarischer Rebell gewesen ist? Es gibt Redebedarf!
Kaiserin Elisabeth von Österreich fasziniert auch noch 124 Jahre nach ihrem Tod. Nicht nur Buchautor’innen und Filmemacher*innen, sondern auch unser Publikum. Auf mehrfachen Wunsch öffnen wir also heute unsere Archive und präsentieren euch die Podcast-Folge, die wir bereits im Februar zum Erscheinen der Fernsehserie „Sisi“ aufgenommen hatten. Wenn wir also von der „letzten Folge“ reden, ist eigentlich „FG003 – Glückliches Österreich“ gemeint!

Die Serie
Im Dezember 2021 strahlte RTL die sechsteilige Fernsehserie „Sisi“ aus, nachdem sie bereits davor auf dem Streamingdienst RTLplus bereitgestellt worden war. Dort könnt ihr sie natürlich auch jetzt noch schauen (z.B. mit dem kostenlosen Probeabo).
Produziert wurde die Serie von Sven Bohse, während das Drehbuch zum Großteil von Robert Krause verfasst worden ist. Die Serie behandelt die ersten Ehejahre des Kaiserpaares und rückt die Entwicklung Sisis vom unbekümmerten Mädchen vom bayerischen Land zur emanzipierten Kaiserin von Österreich ins Zentrum.
Die Serie erlaubt sich hierbei zahlreiche künstlerische Freiheiten, die gerade Solveig so nicht unkommentiert stehen lassen kann. Also hat sie sich mit Daniel hingesetzt, um über die Faszination zu sprechen, die Kaiserin Elisabeth noch immer auszulösen vermag. Wir sprechen über die verschiedenen Darstellungen der einstigen Kaiserin; sei dies in den Heimatfilmen der 50er Jahre, im Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay aus den 90ern, oder eben in der TV-Serie von heute. Mehr als nur einmal wird hierbei deutlich, dass die österreichische Kaiserin auch Solveig in ihrer Kindheit und Jugend oft begleitet hat.
Durch Quellenvergleiche klopfen wir die Serie von 2021 auf ihre Historizität ab und vergleichen die fiktiven Charaktere mit ihren historischen Gegenstücken wie etwa Elisabeth selbst, Kaiser Franz-Joseph oder auch die Friseurin Fanny Feifalik
Das Ergebnis wird euch überraschen … oder auch nicht.
Die Quellenzitate stammen aus der 2002 im Piper-Verlag erschienenen Elisabeth-Biographie von Brigitte Hamann. Die hinterlegten Walzer sind natürlich von Johann Strauss.
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